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Program 2026 und Eröffnung des Kartenvorverkauf

40 Jahre Entdeckungen und Emotionen

Vom 4. bis 12. Juli 2026 feiert das Internationale Festival für Geistliche Musik Freiburg (FIMS) seine 21. Ausgabe und sein 40-jähriges Bestehen. Mehr als zwanzig aussergewöhnliche Veranstaltungen prägen das Jubiläum eines Festivals, das im In- und Ausland zu einer Referenz im Bereich der Geistlichen Musik geworden ist. Ob in der renovierten Kirche des Kollegiums St. Michael, auf den Wellen von Espace 2 oder in der Kathedrale St. Nikolaus, aber auch im Centre Le Phénix und im Korso – das FIMS lädt Sie ein zu einer sinnlichen und emotionsreichen Zeitreise, deren universelle Sprache die Musik ist.

Seit seiner Gründung im Jahr 1986 setzt das FIMS kulturelles Erbe und zeitgenössisches Schaffen zueinander in Dialog und bietet ein anspruchsvolles, weltoffenes Programm, das mehr als tausend Jahre Musikgeschichte umfasst. Einmal mehr ist auch die 21. Ausgabe ein idealer Ort für interkulturellen Austausch und künstlerische Begegnungen.

Berühmte Werke und ein selteneres Repertoire

International renommierte Ensembles geben sich in Freiburg ein Stelldichein, die meisten sind zum ersten Mal dabei. Dem Coro e Orchestra Ghislieri (I) kommt die Ehre zu, die 21. Ausgabe mit bekannten Werken von Galuppi und Vivaldi zu eröffnen – ein Konzert, das vollständig von RTS aufgezeichnet wird. In der frisch renovierten Kirche des Kollegiums St. Michael prägt der Barock das diesjährige Programm mit den Belgiern von BachPlus, den Französinnen von Les Kapsber’girls und dem Abschlusskonzert, das Händels Oratorium «Il trionfo del tempo e del disinganno», aufgeführt von La Nuova Musica (GB), gewidmet ist. Zudem würdigt das FIMS das Repertoire der Renaissance mit den Briten von The Gesualdo Six, den Belgiern von Graindelavoix und dem spanischen Ensemble El Gran Teatro del Mundo, das mit einem Programm mehrchöriger Musik der Königlichen Kapelle von Madrid aus dem späten Goldenen Zeitalter Spaniens eine echte Entdeckung bietet. Das österreichische Ensemble Graces & Voices versteht seinerseits, dem Gregorianischen Gesang einen zeitgenössischeren Akzent zu geben. Das 20. Jahrhundert kommt mit dem französischen Ensemble La Sportelle nicht zu kurz, das unter anderem Werke von Poulenc, Vaughan Williams und Duruflé darbietet.

Darüber hinaus bietet die Ausgabe 2026 die Gelegenheit, die seit mehreren Jahren bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem FIMS und der Haute École de Musique Fribourg (HEMU) in Form eines grossen Sinfoniekonzerts zu konkretisieren. Auf dem Programm stehen das Violinkonzert «Dem Andenken eines Engels» von Alban Berg und die 4. Sinfonie in G-Dur von Gustav Mahler, aufgeführt vom Orchestre de l’HEMU und vom Freiburger Kammerorchester unter der Leitung von Philippe Bach.

Kreatives Schaffen im Zentrum unserer Mission

Getreu seiner Mission, das kreative Schaffen zu fördern, präsentiert das FIMS mehrere Uraufführungen, darunter zwei Auftragswerke eines Komponisten und einer Komponistin aus Freiburg. Das erste ist «Ave generosa» von Etienne Crausaz, das am 9. Juli von The Gesualdo Six (GB) uraufgeführt wird. Das zweite, ein Auftrag an Flurina Zehnder, wurde für die Ensembles Orlando und Diachronie im Rahmen der Zusammenarbeit mit Eclatsconcerts geschaffen und wird am 9. Mai 2026 aufgeführt.
Im Rahmen der 21. Ausgabe wird zudem das Werk des jungen französischen Komponisten Antoine Gabriel Brun uraufgeführt, der den ersten Preis des 15. Kompositionswettbewerbs des FIMS gewann. Sein «Nocte fidei», das von einer internationalen Jury aus 53 Einsendungen ausgewählt wurde, wird vom belgischen Ensemble Graindelavoix dargeboten. Diese Kreationen bereichern ein ständig wachsendes Repertoire und zeugen von der Lebendigkeit der heutigen Geistlichen Musik.
Das Festival setzt seine Vermittlerfunktion mit dem erfolgreichen Atelier für Gregorianischen Gesang in Residence fort, der es den Teilnehmenden ermöglicht, am Samstag 11. Juli an einem öffentlichen Konzert und am 12. Juli bei der Messe in der Kathedrale St. Nikolaus mitzuwirken. Dank der Vermittlung für ein junges Publikum und der Schreibateliers für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sind auch Aktivitäten für Jugendliche vorgesehen. Damit bleibt das FIMS seiner Mission treu: sich für die Erneuerung des geistlichen Repertoires einzusetzen, den Dialog zwischen Traditionen zu fördern und den künstlerischen Nachwuchs zu unterstützen.

Hymnen an den Frieden

Der Zyklus Couleurs du monde lädt das Publikum ein, in fünf Konzerten musikalische und spirituelle Traditionen zu entdecken und sich auf eine Reise zwischen Asien und Europa zu begeben. Das Ensemble Ustatshakirt (KGZ) fördert die Musik der Nomaden, insbesondere dank seiner Solisten, die mehr als zwanzig traditionelle kirgisische Instrumente spielen. Die Frauenstimmen kommen zu Ehren mit dem Ensemble De Caelis (F), das Einblicke in das mittelalterliche A- cappella-Repertoire bietet. Das Programm, das dem Geist eine wahre Zuflucht gewährt, erinnert an Einsiedeleien in verschiedenen Gegenden, Religionen, Sprachen und Epochen. Mit Le Mystère des Voix Bulgares (BG) kehren wir zu den Wurzeln der traditionellen Polyphonie zurück, einer Gesangskunst, die keine Grenzen von Raum und Zeit kennt. Als Beweis dieser Grenzenlosigkeit präsentiert das korsische Ensemble A Filetta (F) eine anspruchsvolle und gewagte zeitgenössische Polyphonie, die auf der mündlichen Überlieferung der «Insel der Schönheit» beruht. Schliesslich stehen Frieden und Gelassenheit auf dem Programm des Ensembles Jawa (SY), das sich um die Erneuerung des gefährdeten musikalischen Erbes der Sufi-Tradition von Aleppo bemüht. Ein Zyklus, der in diesen unruhigen Zeiten Herz und Seele erfreut.

Rund um das Festival

Zwar bildet die Kirche des Kollegiums St. Michael weiterhin den Mittelpunkt des FIMS, doch bespielt das Festival gerne die ganze Stadt. Mehrere Veranstaltungen nutzen das reichhaltige Netzwerk an Kooperationen mit verschiedenen Freiburger Kulturveranstaltern. So bietet das Korso eine Filmreihe, ein Filmkonzert und einen Brunch an, und im Centre Le Phénix finden ein Lunchkonzert und das Konzert der Jeunesses Musicales de Fribourg statt. Der französische Komponist und Organist Thomas Lacôte spielt Werke von Frescobaldi, Baba und Messiaen sowie Improvisationen im Rahmen des Konzerts «Orgues estivales» in der Kathedrale St. Nikolaus.

Alle Konzerte werden in Koproduktion mit RTS auf Espace 2 übertragen, was das Festival zu dem weltweit reichweitenstärksten Schweizer Musikereignis macht und ihm eine aussergewöhnliche Sichtbarkeit sichert.