Renaissance und zeitgenössisch
«Lux aeterna»
Morales, Tavener, Lassus, Tallis, Byrd, Gesualdo
Skempton, Park, McKevitt, Pärt, Marsh, Bennett
Etienne Crausaz: «Ave generosa», Auftragswerk des Festivals
Owain Park, Bass & Leitung
Das Vokalsextett The Gesualdo Six erhielt seinen Namen nach dem Programm seines Eröffnungskonzerts in Cambridge im Jahr 2014, das den Tenebrae Responsoria von Carlo Gesualdo gewidmet war. Seitdem verkörpert das Ensemble die alten Werte der grossen britischen Chortradition in höchster Vollendung. Zu den Höhepunkten des Programms voller Licht und Hoffnung, mit dem es nach Freiburg kommt, zählen Tallis’ polyphones Meisterwerk Absterge Domine und die packenden Harmonien von Gesualdos Plange quasi virgo. Diese beiden Meister drücken mit grosser Sensibilität ein tiefes Gefühl der Verletzlichkeit aus und flehen um Vergebung und Schutz. Uns näher stehen die poetischen und spontanen Werke von Joanna Marsh und Richard Rodney Bennett, die uns einladen, das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Daneben stellen Stücke von Tavener und Morales Fragen auf der Suche nach Tröstung. Das Programm versteht sich letztlich als Hommage an die Seelen der Verstorbenen, bestimmt für jene, die sie in Erinnerung bewahren. Zudem bietet es die Gelegenheit, eine vom FIMS beim Freiburger Komponisten Etienne Crausaz in Auftrag gegebene Komposition als Welturaufführung zu entdecken: Ave Generosa, eine Ode an Reinheit und Fruchtbarkeit, getragen von den Worten der berühmten Hildegard von Bingen, Komponistin, aber auch Dichterin, Illustratorin, Heilerin, Visionärin, die 2012 heiliggesprochen und zur Kirchenlehrerin ernannt wurde.
© Andrew Wilkinson

