Histoire

 

GESCHICHTE DES FIMS 
 

Das « Festival International de Musiques Sacrées, Fribourg » (FIMS) wurde im Jahr 1986 erstmals durchgeführt. Seither findet es alle zwei Jahre jeweils in der ersten Hälfte des Monats Juli statt. Im Allgemeinen ist jede Durchführung einem Thema gewidmet, das als roter Faden die Besucher durch das Programm begleitet.
In den Jahren 1978 (zum 30. Geburtstag der « Jeunesses Musicales de Suisse ») und 1982 wurden in Freiburg unter dem Titel « Jeunesse & Musique » zwei Festivals für klassische Musik organisiert. Das erste legte einen Schwerpunkt bei Werken zeitgenössischer Musik, das zweite räumte der geistlichen Musik, insbesondere der Vokalmusik einen bedeutenden Platz ein. Der Erfolg dieser Manifestationen und die Unterstützung durch Radio Suisse Romande Espace 2 ermutigten das Organisationskomitee seine Arbeit fortzusetzen. Es wurde beschlossen, ab 1986 jedes zweite Jahr ein Festival für geistliche Musik durchzuführen.

 
Warum geistliche Musik ?
 

Neben der Vorliebe der Mitglieder des Organisationskomitees für dieses Repertoire war für den Entscheid, ein Festival geistlicher Musik durchzuführen, der Umstand sehr wichtig, dass im kulturellen Leben von Freiburg die Chormusik einen wichtigen Platz einnimmt und über eine starke Tradition verfügt. Das Festival konnte damit von Anfang an auf ein Publikum zählen, das sich für geistliche Musik interessiert. Von grosser Bedeutung war auch der Umstand, dass geistliche Musik ein vielfältiges und vielfarbiges Repertoire offeriert, das eine abwechslungsreiche Programmgestaltung ermöglicht.
Vom gregorianischen Gesang bis hin zur zeitgenössischen Musik räumt das Festival mit einer aktiven Auftragspolitik und der Durchführung des internationalen Kompositionswettbewerbs der Kreation einen breiten Raum ein. Das Festival erlaubt es, die musikalischen Universen verschiedener Epochen und Kulturen zu entdecken und zu erkunden. Die konsequente Weiterentwicklung der Leitidee des Festivals hat seit 1998 zur Oeffnung des Programms für aussereuropäischen Musiktraditionen (Indien, Syrien, Kurdistan, Usbekistan usw.) geführt.

 
 
 

 

 

 
 
Sagten Sie « geistliche Musik » ?
 

«Geistliche Musik» wird von den Organisatoren des Festivals in einem weiten Sinn verstanden und insbesondere nicht mit rein zu religiösen Zwecken ausgeübter Musik gleichgesetzt, ohne jedoch diese auszuschliessen.
Die Manifestationen des Geistlichen in der Musik des Festivals sind vielfältig und öffnen weite Erlebniswelten. Diversität und Öffnung prägen das Markenimage des « Festival international de musiques sacrées de Fribourg (FIMS)». Das Festival pflegt das kullturelle Erbe und ist seiner eigenen Zeit verpflichtet. Es erlaubt seinen Besuchern, die musikalischen Universen verschiedener Epochen und Kulturen zu erkunden, ohne sich auf die Musik einer bestimmten Zeitperiode zu beschränken– wie viele andere Festivals alter Musik dies tun.
« Musiques sacrées » - bewusst im Plural verstanden : Die Festivalbesucher schätzen auch die Oeffnung des Programms für aussereuropäische Traditionen geistlicher Musik, zum Beispiel zur Musik des Hinduismus (Kathakali, Indien), des Sufismus (Instrumentalisten und Derwische aus Syrien) oder des Judaïsmus (Klezmer).